Band

„Scheiss auf deine Countrymucke, ich geh‘ lieber abzappeln!“ Das waren die letzten Worte von Karlheinz Stockhausen bevor er seinen Döner essen wollte. Doch Stockhausen kam nie dazu. Denn Sheriff Prendergast prügelte ihm diesen mit einem Wisch aus der Hand. Der Döner flog der attraktiven Dirne Candy direkt ins Gesicht, woraufhin sie vor Schreck ihr Getränk in den Schritt des jungen Terence verschüttete. Dieser ließ reflexartig seine Zigarette ins Whiskeyglas vom Großgrundbesitzer Robertson fallen. Das Glas fing Feuer und erschreckte Affenjoe, der daraufhin dem Mexikaner ‘Mochito‘ Sanchez in die Hand biss. Dessen schmerzverzerrter Schrei gellte durch die Nacht bis zum Country King. Der Mann, der für Country sein Leben geben würde, packte seine Gitarre und ritt so schnell er konnte zum Ort des Geschehens. Er hatte seine Band gefunden...

Country King

Er ist die lebende Legende. Er ist prägend für eine ganze Musikrichtung. Er ist der King of Country. Willie Nelson sagte einst über ihn „He plays in one league with god, but god can‘t catch his hits!“. Seinen richtigen Namen weiß man nicht, seine genaue Herkunft ist unbekannt. Es ist nur überliefert, dass er schon seit immer auf der Bühne steht. Er trägt stets einen Penny in seinem linken Schuh und trinkt vor jedem Auftritt einen Schluck Whiskey. Er spielte bereits dreimal vor dem Papst und ist der bis dato einzige westliche Musiker der in Nordkorea auftreten durfte. Trotzdem ist er immer ein Mann zum Anfassen geblieben und wird des Öfteren beim Rodeo in Mitten der Zuschauer gesehen. Er ist abergläubisch, spielt seit eh und je auf seiner selbstgebauten Gitarre und betritt die Bühne immer mit dem rechten Fuß zuerst. Er ist, und er bleibt, für alle Zeiten - der Country King! 

Andrew Lawrence Buckhead Murphy Robertson

Andrew Laurence Buckhead Murphy Robertson ist reich - stinkreich. Der dritte Sohn eines einfachen Landarbeiters und einer Eiersammlerin lernte früh, dass Geld alles ist. Schon in der Schule hatte er soviel Geschäftssinn, dass er seine Lehrer dafür bezahlen konnte seine Hausaufgaben zu machen. Mit sechzehn stieß sein Freund Jim Davis bei der Gartenarbeit auf eine gigantische Ölquelle. Robertson erzählte ihm, dass man die Echtheit des Öls nur prüfen könne indem man es auf seinen nussigen Geschmack hin überprüft. Der ungebildete Davis verstarb zwei Tage später an einer Magenvergiftung im Krankenhaus. Von da an war Robertson nicht mehr zu stoppen. Er baute sich ein Imperium auf, das von Texas aus die ganze Welt umklammerte. Mit seinen drei Frauen lebt er mitlerweile zurückgezogen auf seiner Ranch in der Nähe von San Antonio. Musik macht der Großgrundbesitzer nur, weil man alles andere kaufen kann.

Sheriff Prendergast

Mit Sheriff Prendergast ist nicht gut Kirschen essen. Man erzählt sich er habe in seinem Leben bereits mehr Verbrecher zur Strecke gebracht als er Haare auf dem Kopf hat. Dabei lautet sein Wahlspruch „lieber Tod als lebendig“. Als er bei einem Banküberfall, bei dem er zufällig anwesend ist, drei Räuber ins Koma prügelt, erkennt das Gesetz seine Entschlossenheit. Marshall James Strickland ernennt den damals elfjährigen Prendergast zum jüngsten Sheriff der Geschichte der USA. In seiner Heimatstadt Sheridan im Bundesstaat Wyoming ist Prendergast seitdem das Gesetz. Im Laufe der Zeit hat der Sheriff verlernt zu lachen oder sonst irgendeine menschliche Mine zu zeigen. Nur gelegentlich wird er beim Schmunzeln erwischt, wenn mal wieder ein Verbrecher am Strick baumelt. Nebenbei hält Sheriff Prendergast unzählige Rekorde bei Hot Chili Wettbewerben und ist ein begnadeter Linedancer.

 

Countryboy Terence

Terence ist in den Sümpfen von Louisiana aufgewachsen. Auf den ersten Blick ist er ein gewöhnlicher Junge, doch seine Eltern sind schwarz. Terence wurde somit der Groove in die Wiege gelegt. Auf der Jagd nach Schnappschildkröten und Bullennattern sangen er und seine Großmutter unentwegt die Lieder der Swamps. Als seine geliebte Granny verstarb, machte er sich auf, um sich als Tagelöhner entlang des Mississippis durchzuschlagen. Auf seiner Reise begegnete er Buck Grangerford, der ihn für seine Dienste mit einer alten Bassgitarre entlohnte. Fortan spielte Terence nur noch dieses Instrument. Er tat dies mit einer Hingabe wie es nur ein weißer Afroamerikaner kann. Dieser Leidenschaft und sein von der schweren Arbeit gestählter Körper ist es auch zu verdanken, dass Terence mittlerweile mehr als drei Dutzend Kinder in neun verschiedenen Staaten hat. Doch der ewige Countryboy findet keine Zeit zum rasten. Alles was er braucht sind ein Lagerfeuer, die Sterne und seine vier Saiten.

Candy "The Country Girl"

Seitdem Candy vier Jahre alt ist, hört sie Country, spielt Violine und singt. Mit siebzehn Jahren wurde sie in einer Karaokebar entdeckt und sang kurze Zeit später einen Number One Hit. Doch der Erfolg verblasste schnell. Das Geld war alle und Candy landete hinter dem Tresen einer Bar in Blasterfield. Dort versuchte sie dann genügend Geld aufzutreiben, um ein Medizinstudium zu finanzieren, was allerdings bisher nur mäßige Erfolgsraten zeigte. So läuft sich Candy bei der Arbeit die zarten Füße wund und trägt die Bierkrüge an die Tische. Sie hat längst überlegt alles hinzuschmeißen, das Studium, den Job, einfach alles... Aber hin und wieder finden in der Bar Musikabende statt und dann erstrahlt Candy und wagt sich für den ein oder anderen Song auf die Bühne... Vielleicht wird sie ja ein zweites Mal entdeckt.

 

 

Affenjoe

Affenjoe ist ein Sonderling. Nachdem sein Nachbar Roger Patterson ihm einst Tarzan vorgelesen hatte, wollte der damals Achtjährige nur noch eines sein - ein Affe. Er sparte sein Taschengeld und kaufte sich ein Affenkostüm. So oft er konnte zog er sein Kostüm an und durchstreifte die Wälder am Klamath River in Kalifornien. Der seltsame Junge zog sich immer tiefer in seine Welt zurück, ernährte sich sogar eine Zeit lang ausschließlich von Wurzeln und Insekten. Nach seinem High School Abschluss trat er der Armee bei. Dort erlernte er das Spielen der Mundharmonika. Doch nach nur fünf Monaten wurde er unehrenhaft entlassen, weil er seinem Vorgesetzten in die Schulter biss und unter lauten Schreien dessen Büro verwüstete. Nach diesem Vorfall zog Affenjoe wieder in die Wälder und lebt seitdem zurückgezogen in einem selbstgebauten Baumhaus im Yellowstone Nationalpark. 

Cuauhtemoc „Mochito“ Sanchez

Der mexikanische Einwanderer Cuauhtemoc Sanchez kam als Siebenjähriger über Umwege ins gelobte Land. Nachdem seine Eltern bei der illigalen Grenzüberquerung erschossen wurden, nahm sich der gutmütige Grenzpolizist John Charles Layfield dem verwaisten Jungen an. Unter seiner Obhut wuchs Sanchez in Nogales, Arizona auf. Doch immer wieder fiel der junge Cuauhtemoc durch Raufereien und unsittlichen Benehmen in der Schule auf. Schließlich rannte er mit vierzehn von zu Hause weg. Fortan füllte sich sein Strafregister. So landete er nach mehreren Verwarnungen wegen der Sprengung einer Kuh im Federal Youth Prison von Arizona. Nach Absitzen seiner zweimonatigen Strafe schloss er sich einer hispanischen Gang an und machte sich unter „Mochito“ einen Namen. Selbiges Getränk gab er Verrätern gerne aus, bevor er ihnen die Zunge abschnitt. Heute und nach mehreren Haftstrafen lebt Sanchez mit seiner Frau Vronicia und seinen sieben Töchtern in einem Vorort von Phoenix. Er genießt das ruhige Leben im Hintergrund.

The Voodoo Man

Als der Voodoo Man noch ein kleiner Voodoo Boy war, ist er einmal in einen großen Bottich voll mit einem sehr wirkungsvollem Elexir gefallen. Seitdem kann er eine große Anzahl an Instrumenten spielen und zwar gleichzeitig! Er wuchs in der Gemeinde seines Vaters, eines protestantischen Priesters, auf und begleitete dort die Knabengesänge und Opfermessen mit der Orgel oder Mundharmonika. Wie alle Jugendlichen rebellierter auch er irgendwann gegen die Zwänge seines Vaters, sagte sich der irdischen Religionen los und beschäftigte sich seither mit den dunklen Mächten dieser Welt. Er wurde zum Voodoo Priester. Was ihm allerdings aus seiner Kindheit geblieben ist, ist die Liebe zur Musik. Und diese celebriert er in jeder freien Minute seines Vodoo Priester Daseins.